TAUCHUNFÄLLE BERICHTE - OGUHM & ASUHM Österr. Ges. f. Unterwasser- u. Hyperbarmedizin

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O-Ring-Platzer beim Fotografieren - out of air Situation mit glimpflichen Verlauf.

OGUHM & ASUHM Österr. Ges. f. Unterwasser- u. Hyperbarmedizin
Veröffentlicht von Unbekannt in Tauchnunfall 2020 · 7 März 2021
Tags: RotesMeerPadiDM
Alter:                                    54a
Geschlecht:                         weiblich
Brevet:                                 PADI DM, >1000 TG, erfahrene Taucherin
Zeit:                                      16:00, November,
Gewässer:                           Rotes Meer, gute Sicht, wenig Strömung, 26°C Wassertemperatur
Anamnese:                          keine relevanten Vorerkrankungen, topfit, gute Hydratation, keine Medikamente, keine Drogen, kein Alkohol
Atemgas:                             NITROX 32/68, 12 Liter Stahlflasche, INT Anschluss
Tauchgang:                         Safariboot 4. Tag, 3. Tauchgang des Tages, max. Tiefe 21 m, Nullzeit-TG Taucherin schloß sich zum Fotografieren als Dritte einer 2er Buddygruppe an.
Buddie(s):                            Buddies mit ca 250 TG, ebenfalls NITROX 32/68, beide 15 Liter Flaschen
Ausrüstung:                         eigene Ausrüstungen, jeweils mit zwei 2. Stufen

TÖDLICHER Tauchunfall:

Auffindung:
Vermutlicher Unfallhergang:

NICHT tödlicher Tauchunfall:

Unfallhergang:                    Taucherin blieb zurück, um zu fotografieren - plötzlich Riss des O-Rings der 1. Stufe (INT-Anschluss) und vollständiges Abblasen des Atemgases binnen kurzer Zeit. Taucherin konnte nur mit Mühe die Buddies erreichen, die sofort mit alternativer Luftversorgung aushalfen und die Taucherin kontrolliert zur Oberfläche begleiteten..
Vermutliche Ursache?: O-Ring war gegen Ende des TG gerissen - Fotografin zeigte ihren Buddies nicht an, dass sie zurückbleiben wird, um zu fotografieren. Buddies schwammen weiter und schauten nicht mehr zurück.

THERAPIE

Erste Hilfe:                                      alternative Luftversorgung
Weitere Therapie:                          keine
Tauchmedizinische Diagnosen:  keine
Unfallfolgen:                                  keine
Bemerkungen:                                Schiff musste außerdem Anker lichten und auf anderer Seite des Riffes neuerlich ankern. Dadurch war sehr lange Strecke über das Riff am Ende noch zu schwimmen. Konnte aber dann mit Schnorcheln an der Oberfläche und Aufblasen des BDC bewältigt werden.

Kommentar der ÖGUHM:
 
Taucher, die fotografieren, schwimmen oft viel langsamer als eine Gruppe. Es wäre daher wichtig schon VOR dem TG einen Buddy zu suchen, der ebenfalls fotografiert oder der strikt in der Nähe mit Auge auf den Fotografierenden taucht. In der Nullzeit zu bleiben erlaubt jedenfalls bei Problemen sofort kontrolliert auftauchen zu können.

O-Ringe platzen meist schon beim Luftcheck VOR dem TG, aber wie man sieht, kann das auch später passieren. O-Ringplatzer passieren eher bei INT Anschlüssen, zb. duch leichtes Verkanten beim Anschrauben an die erste Stufe. Wechsel auf DIN Anschluss könnte das Risiko mindern.

Bei jedem TG vom Schiff aus daran denken, dass man eventuell eine weitere Strecke am Ende des TG zurückschwimmen muss, weil das Schiff seinen Standort wechseln musste. Daher IMMER Schnorchel dabei haben. Gute Fitness hilft bei unvorhergesehenen Problemen



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